7 Tipps, wie ihr eure perfekte Hochzeitslocation findet

Yay, ihr wollt euch das Ja-Wort geben und seid auf der Suche nach einer perfekten Location, um dies mit all euren Liebsten gebührend zu feiern? Dann seid ihr hier genau richtig – ich gebe euch 7 Tipps, wie ihr am Besten vorgehen solltet, um eure perfekte Feierlocation zu finden. Als Hochzeitsfotografin durfte ich schon viele Hochzeiten begleiten und habe somit schon viele verschiedene Locations gesehen. Und glaubt mir, da gibt es Unterschiede wie Tag und Nacht. 

Hier schon mal mein kleiner, persönlicher Tipp vorweg: Fragt euren Wunschtermin früh genug an, denn gute Locations sind oft schon ein, manchmal sogar zwei Jahre im Voraus ausgebucht. Ja, zwei Jahre klingt viel – ist aber tatsächlich häufig so.

Ihr seid eher von der spontanen Sorte und wollt relativ kurzfristig heiraten? Dann kann ich euch raten, beim Datum ein wenig flexibel zu sein. Meistens haben die Locations abseits der Hochsaison, also eher in den Winter-/Frühlingsmonaten (Oktober – April) oder auch an Freitagen oder anderen Wochentagen noch mehr freie Termine. Überlegt euch also, ob eure Hochzeit wirklich mitten im Hochsommer an einem Samstag stattfinden muss oder ob eine Herbst-/ oder Winterhochzeit nicht genauso schön sein kann oder vielleicht sogar noch viel schöner. Wenn ihr mich fragt, werden viel zu wenige Hochzeiten im Herbst oder Winter gefeiert. Das sollte definitiv geändert werden 😉

So, und jetzt folgen 7 Tipps, auf was ihr bei der Wahl eurer Location achten solltet:

1. Legt zuerst den Stil fest, den eure Hochzeit haben soll

Macht euch Gedanken, in welchem Stil ihr feiern möchtet. Liebt ihr es rustikal und ländlich, modern und schick oder urban im Loftstyle, …? Schaut auf jeden Fall, dass eure Location zu euren Wünschen passt und ein stimmiges Gesamtbild entsteht.

Wenn ihr alles selbst dekorieren möchtet, achtet bei der Besichtigung einer Location unbedingt darauf, wie sie undekoriert aussieht. Denn es ist nicht zu unterschätzen, wie VIEL Arbeit es ist, einen leeren Raum richtig schön zu dekorieren. Gegebenenfalls benötigt ihr eigene Stuhlhussen, müsst für passende Beleuchtung sorgen und evtl. sogar die Decke abhängen, damit es festlicher & gemütlicher aussieht. Und bedenkt auch, dass das am nächsten Tag alles wieder aufgeräumt werden muss. Alles selbst zu machen kann zwar im ersten Moment viele Kosten sparen, aber es bedeutet auch oftmals wesentlich mehr Stress und Zeitaufwand. Wenn ihr euch dennoch dafür entscheidet, trommelt eure Familie und so viele Freunde wie möglich zusammen, die euch helfen. Und erkundigt euch, wie früh ihr im Vorfeld in die Location kommt, um alles vorzubereiten und wann am nächsten Tag wieder alles aufgeräumt sein muss. Wenn die Location sehr stark gebucht ist, kann es sein, dass dort einen Tag vorher auch eine Feier stattfindet und ihr deshalb nicht bereits einen Tag im Voraus dekorieren könnt. Dann kann es schon mal richtig stressig für euch und eure Helfer werden.

2. Die Größe der Location muss zu der Gästeanzahl passen

Eure Hochzeitslocation sollte nicht zu klein und auch nicht zu groß sein. Ist nämlich kein Platz für eine Tanzfläche oder für kleine Spiele oder Einlagen der Gäste vorhanden, kommt nicht so richtig gute Stimmung auf. Und andersrum ist es genauso: Denn ist die Tanzfläche zum Beispiel viel zu groß, wirken die Gäste verloren und fühlen sich auf der Tanzfläche vielleicht sogar beobachtet. Dann trauen sie sich nicht zu tanzen und die Gäste sitzen lieber an ihren Tischen oder stehen an der Bar. Da kommt auch nicht so recht Partystimmung auf.

Beachtet auch die Raumaufteilung in der Location. Passen alle Gäste in den gleichen Raum oder muss evtl. ein Teil der Gäste in einem anderen Raum oder auf einer zweiten Ebene sitzen? Falls das der Fall ist, kann es passieren, dass sie sich etwas ausgeschlossen fühlen. Wenn viele Kinder bei eurer Hochzeit dabei sind, richtet für sie eine kleine Spielecke ein und wenn ihr eine Fotobox für lustige Partybilder haben wollt, plant auch vorab schon ausreichend Platz dafür ein. Und denkt auch an die Omi und den Opi – ist die Location barrierefrei und wie gut sind die Toiletten erreichbar?

3. Setzt einen Rahmen für euer Budget

Klärt auf jeden Fall im Voraus mit der Location, welche Dinge ihr selbst mitbringt und was von der Location organisiert werden soll. Ich habe es schon erlebt, dass das Brautpaar ihre Hochzeitstorte komplett selbst aufgeschnitten und verteilt hat, weil das Personal sich dafür nicht zuständig fühlte. Und mal ganz ehrlich: Das ist doch irgendwie blöd, oder? In der Zeit hätten sie auch entspannte Gespräche mit ihren Gästen führen und auf den Tag anstoßen können. Und dabei wären ganz nebenbei auch noch wertvolle Bilder mit euch als Brautpaar und euren Gästen entstanden. Deshalb sprecht unbedingt vorher an, dass das Personal nach den ersten paar Stücken das Verteilen der Torte übernimmt.

Sofern ihr keinen Wedding Planer oder Hochzeitsdekorateur/in habt, ist es im Idealfall vielleicht sogar so, dass der Betreiber euch beim Dekorieren der Location hilft oder es komplett übernimmt. Ihr gebt dann einfach nur einen Tisch vor und der Rest wird von den Mitarbeitern der Location „nachgemacht“. Das ist für euch als Brautpaar sehr angenehm, denn so müsst ihr euch nicht darum kümmern, dass alles pünktlich fertig ist.

Ihr braucht für eure Hochzeit noch einen Wedding Planer? Dann kann ich euch die liebe Kim & Julia von MARRY JANE empfehlen. Sie sind ein super sympathisches und junges Team, die alles dafür geben, dass euer Tag zu etwas ganz Besonderem wird und ihr euch um nichts Sorgen machen müsst. Und falls ihr noch eine Hochzeitsdekorateurin sucht, schaut doch mal bei der lieben Nina von Feierlich Eventdesign vorbei.

4. Beachtet die Fahrtzeiten zwischen den Locations

Bei der Wahl eurer Feierlocation solltet ihr darauf achten, dass die Fahrtzeit zur Traulocation nicht allzu lang ist. Meine Empfehlung sind maximal 30 Minuten. Achtet auch darauf, dass genügend Parkplätze vorhanden sind. Kommen viele Gäste mit dem Auto, dann überlegt, ob ihr nicht vielleicht einen Shuttle anbieten könnt, der die Gäste von einer Location zur anderen und vor allem abends/nachts nach Hause bringt. Vielleicht erklärt sich ja der Sohn vom Nachbarn bereit, für ein bisschen Trinkgeld eure Gäste nach Hause zu bringen. Übernachtungsmöglichkeiten an der Location bieten sich natürlich auch super an – so muss niemand nachts nach Hause fahren und morgens können alle gemeinsam frühstücken oder brunchen.

5. Gibt es einen Plan B für regnerische Tage?

Es ist immer unglaublich toll, den Sektempfang draußen zu machen. Bei schönem Wetter ist das auch kein Problem, aber was ist, wenn es regnet? Deshalb klärt mit der Location, ob es eine Möglichkeit gibt, den Sektempfang drinnen oder zumindest überdacht stattfinden zu lassen. Wenn ihr zum Beispiel eine freie Trauung draußen unter freiem Himmel geplant habt, überlegt auch hier, ob es im Fall der Fälle eine Möglichkeit gibt, die Veranstaltung nach drinnen zu verlegen. Vielleicht könnt ihr auch ein schönes Festzelt mieten oder es gibt eine ausgebaute Scheune, die genügend Platz bietet.

6. It’s PARTYTIME!

Besprecht unbedingt im Vorfeld, wie lange ihr an der Location feiern könnt. Gibt es dort zum Beispiel Anwohner in direkter Umgebung oder eine Lautstärkenregelung? Manchmal ist es nicht mehr gern gesehen, wenn nach 22 Uhr die Gäste noch draußen stehen und sich unterhalten. Und es wäre ja furchtbar ärgerlich, wenn eure Partystimmung gerade richtig in Fahrt kommt und die Location dann die Musik leise dreht, weil sich sonst die Nachbarn beschweren. Also, vorher unbedingt alles abklären, damit euer Hochzeitstag nicht unerwartet früher vorbei ist, als gedacht und ihr ausgiebig feiern und Spaß haben könnt!

7. Hausregeln beachten

Was meine damit? Ich gebe euch mal ein Beispiel: Eine wunderschöne Idee sind Wunderkerzen zum Eröffnungstanz. Das sieht einfach traumhaft schön aus und all die kleinen tanzenden Lichtpunkte zaubern eine ganz wundervolle intime & romantische Stimmung. Leider sind Wunderkerzen nicht in jeder Location gern gesehen. Deshalb besprecht das auf jeden Fall im Vorfeld. Wenn es dort einen Holzfußboden gibt, ist es nicht immer erlaubt Wunderkerzen anzuzünden – einfach wegen der Brandgefahr. Und es wäre ja schade, wenn ihr extra Wunderkerzen besorgt und ggf. noch mit einem Fähnchen „Lasst Funken sprühen“ beklebt und sie dann nicht angezündet werden dürfen. Eine gute Alternative zu Wunderkerzen sind zum Beispiel Leuchtstäbe, Funkensprüher mit LED Lichtern oder die Taschenlampen der Handys.

Und jetzt viel Freude bei der Suche, nach eurer TRAUMLOCATION für eure Hochzeit. Die Tipps haben hoffentlich ein bisschen Licht ins Dunkel gebracht und ihr könnt euch jetzt entspannt auf die Suche machen. Weitere Tipps für eure Hochzeit findet ihr übrigens in meinem Wedding Guide auf knapp 40 Seiten. Schreibt mir dafür einfach eine Nachricht.

Hej, ich bin Katrin!

Ich bin Hochzeitsfotografin, liebe Boudoir-Shootings, mag alte Möbel, hab ein ziemlich breites Grinsen mit ziemlich tiefen Grübchen und liebe es, all den einzigartigen Momenten Raum zu geben und sie für die Ewigkeit festzuhalten. In diesem Blog schreibe ich über alles rund ums Thema Hochzeiten und Boudoir.

herz

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